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Entwicklungen der Rechtschreibdidaktik
Entscheidend für die Neuorientierung
im Bereich Rechtschreiben sind unter anderem folgende Entwicklungen:
- Kinder lernen richtiges Schreiben in einem individuellen
Entwicklungsprozess. Sie durchlaufen die entsprechenden Entwicklungsstufen
in unterschiedlichem Tempo, aber immer in der gleichen Abfolge.
Entsprechend viel Aufmerksamkeit wird daher im Lehrplan den Rechtschreibstrategien
geschenkt, deren Vermittlung sich auf die jeweils erreichte Entwicklungsstufe
beziehen muss.
- Schreiben ist kein Selbstzweck, Schrift ist nützlich.
Ihr Wert erschließt sich in ihrer Verwendung, so dass sich
der didaktische Perspektivwandel so beschreiben lässt: Vom
Schriftspracherwerb durch Instruktion zum Schriftspracherwerb
durch Schriftsprachgebrauch (Richter 1998, S. 30).
- Kinder gebrauchen Schrift beim Verfassen eigener
Texte, die ihre Interessen und Vorlieben widerspiegeln. Emotional
bedeutsame Inhalte - also auch Wörter - werden besser behalten,
als ein Wortmaterial, das Kindern allein aufgrund der Häufigkeit
seines Auftretens eingetrichtert wird. Ein individueller
Gebrauchswortschatz muss also neben dem sich an Häufigkeiten
orientierendem Grundwortschatz Ausgangspunkt für die Arbeit
und Strategieentwicklung der Kinder sein.
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