Hand-, Schrift- und Lesezeichen Rechtschreibkartei Rechenstempel

Schlüsselwörter und 16 Spielkarten

Die Rückseite der Anlauttabelle ist mit zahlreichen Schlüsselwörtern und zugehörigen Bildern bedruckt. Alle Wörter lassen sich aus den 16 Lauten zusammensetzen und bauen, die die zugehörigen Spielkarten bereitstellen. Die Vorderseite der Karten zeigt die Lautgebärde, die Rückseite das Anlautbild, so dass sich mit den Kindern viele Spielformen entwickeln lassen.

Produktbeschreibung:
DIN A4 (Rückseite Anlauttabelle)
2-farbig bedruckt
200g

 

16 Karten,
Beidseitig 2-farbig bedruckt
perforiert auf DIN A4
240g

Vergrößerte Ansichten

Verwendung:

Mit Hilfe dieses Materials wird zunächst der Zusammenhang von Buchstabe und Artikulation erarbeitet. Prägnante Beispiele sind A, M, O, L und I, deren Mundbild mit Hilfe eines Spiegels anschaulich wird. Mit Spielkarten und Stempeln (z. B. der "Buchstaben-Automat", vpm), kann die Verbindung von Lauten und Buchstaben in "Schlüsselwörtern" (MAMA, OMA, LIMO, LONI, ALI, LIA) hantierend entdeckt werden. Lesen- und Schreibenlernen bedeutet ja, herauszufinden, wie Sprechen und Schrift zusammenhängen.
Diese analytisch-synthetische Arbeit am Wort vermittelt die Funktion der Buchstaben. Die Lautform wird zu einer Lautfolge aufgeschlossen und wieder zusammengesetzt - dargestellt mit Buchstaben, Anlautbildern und Lautgebärden. Derartige Aufgaben lösen heißt, der Struktur des Wortes auf den Grund gehen, obwohl man schon weiß, was da steht. Sie wirken ratendem Lesen und dem "Wortbildjagen" entgegen. Während dieser Phase muss in den sicheren Gebrauch der Gebärden eingeführt werden. Die Kinder lernen schnell diese Hilfe zu nutzen, wenn Sie ihnen dies vormachen, zeigen.
Bei der Arbeit an Buchstaben und Wörtern begleitet eine flüssige, dem Sprechen angepasste Gebärdenfolge das Lesen und Schreiben. Wird ein stumm, aber mit deutlicher Artikulationsbewegung und Handzeichen "gezeigtes" Wort erkannt, hat das Kind gelesen. Kinder lernen mit diesem einfachen Wortmaterial schnell derlei Aufgaben zu lösen und sie auch selbst zu stellen. Das wiederum bedeutet schreiben. Das synchrone Übertragen dieser Sinneswahrnehmungen in Buchstaben beim Schreiben ist nunmehr ein kleiner, aber eben sinnlich reich fundierter Schritt, ebenso das synthetisierende Erlesen mit Hilfe der ineinander fließenden Gebärden. Das Schreiben und Lesen des Wortes OMA hat nun eine andere Qualität, als es vorher das Erkennen oder das Malen des Wortbildes hatte. Es ist ein Schlüsselerlebnis, das VALTIN aus der therapeutischen Arbeit so beschreibt:"Die Kinder prägen sich einfach strukturierte Wortbilder ("Schlüsselwörter") ein, die von Anbeginn an voll durchgliedert werden, und zwar visuell, auditiv, sprechmotorisch, manuell (durch Legen von Buchstabenkarten) und schreibmotorisch. Die Arbeit am Schlüsselwort und an den Buchstaben/Lauten erfolgt mit allen Sinnen: visuelles Erfassen und Gliedern, lautliches Unterscheiden, Mitartikulieren und Nachsprechen, Hantieren mit Buchstaben und Wörtern. Durch die Beobachtung der Mundstellung (mithilfe eines Spiegels oder beim Nachbarn) wird die Aufmerksamkeit auf die Laute und die Lautbildung gelenkt" (VALTIN 2001, 63 ff.).